Überzeugende Serie für Paschalidis bei der Tornado Worlds/Paschalidis wins Tornado Worlds

Tornado-Weltmeisterschaft vom 10. bis 17. Juni 2016

Pressemitteilung – Press Release Lindau, 17. Juni 2016

 

Die Tornado-WM ist entschieden

Die griechischen Titelverteidiger gewinnen erneut:
Gold für Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis

 

Alte und neue Weltmeister der Tornado-Klasse sind Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis aus Thessaloniki (Griechenland). Mit einer eindrucksvollen Serie von sechs Siegen und einem vierten Platz waren sie schon vor dem achten und letzten Rennen erneut Weltmeister. Für Paschalidis, zweifacher Olympiateilnehmer, ist es der sechste Weltmeistertitel. Erst am letzten Tag konnte sich Gavin Colby und Billy Leonard auf Rang zwei verbessern. Das australische Team wurde somit Vizeweltmeister. Dritte insgesamt und Weltmeister in der Mixed-Wertung wurden der Australier Brett Burvill (47) und seine erst 14 Jahre alte Vorschoterin Estela Jentsch aus Schwangau (Segelclub Füssen/Forggensee). Insgesamt waren 29 Teams aus elf Nationen am Start.

Zwei Wettfahrten wurden am Freitagvormittag (17. Juni) noch einmal gesegelt. Paschalidis/Trigonis segelten schon im ersten Lauf einen eindrucksvollen Vorsprung heraus und brauchten so zum nächsten Rennen, dem achten insgesamt, nicht mehr antreten. „Wir sind diese Woche gut gesegelt. Dabei waren es starke Konkurrenten und schwierige Bedingungen. Der Wind drehte häufig und wurde mal stärker, mal schwächer“, fasste Paschalidis die Woche zusammen. „Bis auf das Wetter war es eine tolle Veranstaltung, auch dank der vielen freiwilligen Helfer.“ Schade fand er nur, dass die vorjährigen Vizeweltmeister, die Bremer Roland und Nahid Gäbler, aufgrund der Folgen eines Reitunfalls der Vorschoterin nach dem Trainingsrennen absagen mussten. „Wir haben auf diesem See auch schon zweimal verloren. Ich hoffe, wir haben die Chance, noch einmal nach Lindau zu kommen“, verabschiedete sich der 55jährige Zollbeamte Paschalidis aus Thessaloniki vom Bodensee, gerade als die Sonne wieder für Bilderbuchwetter sorgte.

Nachdem das seit Jahren beste Mixed-Team, das Ehepaar Gäbler, seinen Start absagen musste, holte sich diesmal ein australisch-bayerisches Team den Titel „Mixed-Weltmeister“. Burvill, Bootsbauer aus Perth, hatte erst vor zwei Monaten die Tochter des Präsidenten der internationalen Tornado-Klassenvereinigung (Jürgen Jentsch) gefragt, ob sie die WM mit ihm segeln würde. Nach ein paar Trainingsrunden bei leichtem Wind ging es in der allerersten Wettfahrt bei fünf Beaufort gleich zur Sache. „Ich erklärte ihr alle Manöver und sie folgte meinen Anweisungen“, so Burvill. Die 14-jährige mit ein paar Jahren Segelerfahrung aus der Jüngstenjolle Optimist und auch aus dem 29er fand schnell Vertrauen in das Boot und den Steuermann. „Er fährt sehr sicher“, befand sie und fühlte sich immer wohler auf dem schnellen Katamaran. „Sie hat ein sehr gutes Gefühl für leichten Wind“, lobte Steuermann Brett Burvill nach dem Gewinn des Mixed-Weltmeistertitels.

Bestes deutsches Team wurden Bob und Marc Baier aus Füssen auf Rang vier. Die vergleichsweise schwere Mannschaft profitierte am Freitag noch einmal von dem mit vier Beaufort aus Süd wehenden Wind und kam zweimal an zweiter Stelle ins Ziel. Sie verdrängten damit ein weiteres griechisches Team. Nikolaos Mavros und Alexandros Tagarapoulos lagen fast die ganze Woche an zweiter Stelle der Wertung, kenterten aber im ersten Lauf am Freitag nach einem Schaden am Boot und konnten diesen Lauf (wie auch schon den allerersten am Sonntag) nicht beenden. „Wir wollen gewinnen. Wenn wir gut segeln, können wir jeden schlagen“, sagte Vorschoter Tagarapoulos vor dem Rennen. Das zeigten sie mit einem Laufsieg im letzten Rennen. Insgesamt aber kamen sie auf Rang fünf.

Bestes Team vom Bodensee wurden Markus Betz und Monica Schuster vom SMC Überlingen auf Rang zehn der Gesamtwertung. „Es wurde sehr fair gesegelt, wie eigentlich immer bei den Tornados“, beurteilte Betz die Regattawoche. Die Jury unter Vorsitz des Russen Sergey Kusovov hatte daher nur wenige Proteste zu verhandeln.

Beste Österreicher, als Nachbarn auf dem Lindauer Revier ebenso heimisch, wurden Kurt und Denise Waibel (YC Hard) auf Platz elf. Die Jugend-Wertung (beide Segler unter 26 Jahre) gewannen Jaqueline Feuerstein/Denise Grabher vom YC Rheindelta (Österreich).

In Ibiza, Perth oder Carnac wurden die Weltmeisterschaften der Tornado-Segler der vergangenen Jahre ausgesegelt. „Eine brillante Organisation bis in jedes Detail“, lobte Jürgen Jentsch, Präsident der internationalen Klassenvereinigung, „der Lindauer Segler-Club ist seinem Ruf als professioneller Veranstalter absolut gerecht geworden.“ Für das widrige, regenreiche Wetter könne niemand etwas. „Die Wettfahrtleitung – der Franzose Paul Bastard und Markus Gielen vom LSC – hat in schwierigen Phasen richtige Entscheidungen getroffen“, so Jentsch, der mit seiner Frau Sarah auf Rang 15 segelte. Eigentlich hätten ja alle mit Leichtwindbedingungen und Vorteilen für die Binnen-Spezialisten gerechnet. Doch die Teams auf den ersten drei Plätzen kommen vom Meer, betonte Jentsch.

„Das Regelment der Klasse ist nicht einfach – und das Wetter war es schon gar nicht. Heute hatten wir noch einmal Spitzenbedingungen: ein toller und relativ gleichmäßiger Südwind, der für faire Bedingungen sorgte“, sagte Organisations-Chef Nick Jung. „Es war eine nicht unerhebliche Anstrengung, die Weltmeisterschaft so über die Bühne zu bringen“, war Jung erleichtert, dass am Ende alles geklappt hat oder schnelle Problemlösungen gefunden wurden.

Begleitet wurde die Weltmeisterschaft von zahlreichen intensiven Regenschauern. Gesegelt wird zwar mit dem Wind, doch Wolken beeinflussen diesen in der Regel wesentlich. Aber so intensive und anhaltende Schauer haben die wenigsten bisher auf dem Bodensee erlebt. Auch Christian Schaber, als Einsatzleiter des Wasserrettungsdienstes in Lindau an mehreren Tagen mit auf dem See, sagte: „Wir kennen diese Wetterlage nicht. Wir können aus den Wolken derzeit nicht ablesen was kommt.“ Zum Auftakt hatte sich der Bodensee recht bockig gezeigt: Wind mit fünf Beaufort aus West sorgte am Sonntag (12. Juni) für eine extreme Welle: Über einen Meter hoch und sehr unregelmäßig machte der Seegang vielen Mannschaften erhebliche Probleme. Nur elf Boote waren ins Ziel gekommen. Den Top-Crews dagegen entlockten diese Bedingungen vor allem eines: ein Lächeln!

vg

 

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Press release – Lindau, June, 17th, 2016

 

Tornado Worlds are decided

One more Title for the Greek Defenders:

Gold for Iordanis Paschalidis and Konstantinos Trigonis

 

The old ones are the new ones: World Champions of the Tornado class are Iordanis Paschalidis and Konstantinos Trigonis from Thessaloniki (Greece). They impressed with a series of six wins and one fourth place. They are again World Champions of the Tornado Class. For Paschalidis, two times Olympic games participant, this is his sixth title – in a row! During the last racing day, Gavin Colby and Billy Leonard climbed up to rank two – the Australians now are new Vice Champions. Third overall – and also Mixed World Champions – are the Australian Brett Burvill (47) and 14 years old German Estela Jentsch from Schwangau (Bavaria). A total of 29 teams participated in the Worlds.

Two more races were sailed on Friday morning (17th June) with southerly wind up to 15 knots. In the first race Paschalidis/Trigonis finished with a huge lead, so they didn’t need to start the last race and took this a their discard. “We sailed good this week. It was a strong competition and difficult conditions. The wind was permanently changing, going up and down“, resumed Paschalidis. „Except the weather all was very nice, also the volunteers helping us going afloat and coming in.“ In other races on Lake Constance in previous years, Paschalidis wasn’t as lucky as this time. „I hope we have the chance to compete here in Lindau again!“

Last years Mixed World Champions, Roland and Nahid Gaebler from Bremen, couldn’t start because of a horse back riding accident two weeks before. So, this time a new crew won the title: The Australian-Bavarian team Burvill/Jentsch. They performed well in the strong wind conditions in the first race on Sunday, which was very surprising considering they had only some hours of training in light winds. “I explained all manoeuvres and she followed”, Burvill said, the Tornado boat builder from Perth. The 14 years old girl was sailing Optimists and 29ers in the last years. She gained confidence quickly having with the multihull and the helmsman too. “She has a good feeling in light winds”, Burvill stated.

Best German team were Bob and Marc Baier from Fuessen (Forggensee). The heavy crew favoured the stronger winds on Friday, finishing twice as second. They surpassed another Greek Team: Nikolaos Mavros and Alexandros Tagarapoulos ended up on fifth place overall (all the days were sailing on second position overall). But they capsized after damaging their boat and couldn’t finish this race (like during the first race on Sunday). “We want to win! If we sail good, we can beat anyone“, Tagarapoulos said before the race – which he proofed with the bullet in the last race.

Best team from Lake Constance were Markus Betz and Monica Schuster from SMC Ueberlingen ranked tenth overall. “It was always a fair race – as usual for the Tornado class”, Betz said. The Jury, presided by Sergey Kusovov (Russia), had only to rule over a small number of protests.

Best Austrian team, familiar with the waters of Lindau, were Kurt and Denise Waibel (YC Hard) ranked on place eleven.

World Champions in the category Youth are Jaqueline Feuerstein (18) and Denise Grabher (25) from YC Rheindelta, Austria.

“It was an brilliant organisation in the Lindauer Segler-Club”, stated Juergen Jentsch, president of the International Tornado Class Association. “The Lindauer Segler-Club confirmed his reputation of almost being professional the way they managed the regatta.” Everything was under control except the weather. “Even under pressure by time and circumstances the race officers – Frenchman Paul Bastard und Markus Gielen from LSC – always took the right decision”, Jentsch confirmed, who came 15th together with his wife Sarah. Actually everybody expected light wind conditions – the more surprising to see leading three teams coming from strong wind areas.

“The class rules are quite restrictive – and so was the weather during the whole week. But today however we had perfect conditions: steady southern winds on the whole course providing fair sailing conditions for all”, head of organizations Nick Jung said. “It took quite some efforts for all to manage the event ensuring that everybody would be happy at the end.” But at the end everything went well and a solution for all problems was found.

 

Tornado Worlds 2016, Lindauer Segler-Club, Lake Constance

Final results after 8 races (29 crews from 11 nations, 1 discard)

 

Overall

  1. Iordanis Paschalidis/Konstantinos Trigonis, GRE, 10 points
  2. Gavin Colby/Billy Leonard, AUS, 20 points
  3. Brett Burvill/Estela Jentsch, AUS/GER, 34 points
  4. Bob und Marc Baier, GER (Füssen), 41 points
  5. Nikolaos Mavros/Alexandros Tagarapoulos, GRE, 44 points
  6. Mirco Mazzini/Andrea Ciavatta, ITA, 58 points

 

Mixed (12 teams)

  1. Brett Burvill/Estela Jentsch, AUS/GER
  2. Maria Tsaousidou/Michaelis Papadopoulos, GRE
  3. Zdenek Pavlis/Michaela Pavlisova, CZE
  4. Markus Betz/Monica Schuster, GER

 

Youth (under 26 Jahre, only one competitor)

  1. Jaqueline Feuerstein/Denise Grabher, AUT

 

 

 

For full results see

www.tornadoworlds-2016.lsc.de

 

 

Tornado Worlds 2016

press office

Volker Goebner

mobil +49 170 2023319

presse.tornadoworlds@lsc.de

Fotos/Pictures

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Alte und neue Weltmeister im Tornado: Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis aus Griechenland.

Foto: M. Barnetova ITA

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Vizeweltmeister im Regen: Die Australier Gavin Colby und Billy Leonard.

Foto: M. Barnetova ITA

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Dritte insgesamt und Weltmeister in der Mixed-Wertung: Brett Burvill (Australien) und Estela Jentsch (Schwangau, GER).

Foto: M. Barnetova ITA

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Segelten als bestes deutsches Team auf Rang vier: Bob und Marc Baier vom Forggensee.

Foto: M. Barnetova ITA

 

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Bestes Team vom Bodensee Markus Betz und Monica Schuster vom SMC Überlingen auf Rang zehn.

Foto: M. Barnetova ITA

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Start zum achten Rennen der WM der Tornado-Segler auf dem Bodensee.

Foto: M. Barnetova ITA

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Dunkle Wolken und Sonne wechselten bei der Tornado-WM häufig ab.

Foto: M. Barnetova ITA

 

 

 

Tornado-Weltmeisterschaft im Lindauer Segler-Club

Endergebnis nach acht Wettfahrten (29 Mannschaften aus 11 Nationen, 1 Streichergebnis)

 

  1. Iordanis Paschalidis/Konstantinos Trigonis, GRE, 10 Punkte
  2. Gavin Colby/Billy Leonard, AUS, 20 Punkte
  3. Brett Burvill/Estela Jentsch, AUS/GER, 34 Punkte
  4. Bob und Marc Baier, GER (Füssen), 41 Punkte
  5. Nikolaos Mavros/Alexandros Tagarapoulos, GRE, 44 Punkte
  6. Mirco Mazzini/Andrea Ciavatta, ITA, 58 Punkte

 

Mixed Wertung (12 Teams)

  1. Brett Burvill/Estela Jentsch, AUS/GER
  2. Maria Tsaousidou/Michaelis Papadopoulos, GRE
  3. Zdenek Pavlis/Michaela Pavlisova, CZE
  4. Markus Betz/Monica Schuster, GER

 

Youth Wertung (unter 26 Jahre, nur ein Team in dieser Kategorie)

  1. Jaqueline Feuerstein/Denise Grabher, AUT

 

 

 

Die vollständige Ergebnisliste mit Einzelplatzierungen ist unter
www.tornadoworlds-2016.lsc.de zu finden.

 

 

Pressekontakt:

Volker Göbner

mobil +49-170-2023319

presse.tornadoworlds@lsc.de

 

 

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