Griechen mit Superstart-Good Start for the Greeks

Pressemitteilung – Lindau, 12. Juni 2016

 

Harter Auftakt

Griechen nehmen Kurs auf Titelverteidigung Deutsch/English

 

Der Bodensee forderte seinen Tribut bei den ersten beiden Wettfahrten bei der Weltmeisterschaft der Tornados in Lindau. Zahlreiche Kenterungen und auch Schäden führten zu erheblichen Ausfällen. Nur elf Teilnehmer kamen im ersten Rennen ins Ziel. Hektisch wurde an Land repariert. Nach einer großzügigen Pause waren dann immerhin wieder 18 Boote am Start, die diesmal auch alle das Ziel erreichten. Beide Läufe gewannen die Titelverteidiger, die Griechen Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis vom griechischen Nautic Club Thessaloniki, die damit auch die Gesamtwertung anführen.

 

Zweite in der Gesamtwertung sind derzeit Bob und Marc Baier nach einem dritten und einem zweiten Platz. Die Vater- und Sohn-Crew vom Segelclub Füssen/Forggensee (SCFF) trainierte jüngst am Gardasee. Zwar sind sie keine altgediente Tornado-Mannschaft, aber Bob Baier ist vielfacher Meister im A-Cat, einem anderen Zweirumpfboot.

 

„Der Bodensee hat den Mannschaften alles abverlangt. Vor allem die kurze, steile Welle war für viele ungewohnt“, bilanzierte Jürgen Jentsch. Der Präsident der Internationalen Tornado-Klassenvereinigung ITA aus Schwangau hatte selbst eine Havarie beim ersten Start. Er kollidierte mit Treibholz, das die Ruderanlage auf einer Seite aus dem Rumpf riss und musste erst einmal aufgeben. Bis morgen, so hofft er, ist der Schaden repariert. Zahlreiche Boote kenterten bei bis zu sechs Windstärken auf dem Bodensee. Etliche weitere Schäden ereigneten sich bei diesem Rennen: Gebrochene Teile am Rigg, gerissene Segel, auch eine Platzwunde unter dem Auge musste vom Arzt genäht werden. Sicherungsboote vom ausrichtenden Lindauer Segler-Club bis zur Wasserschutzpolizei mit den Rettern der Wasserwacht fischten über Bord gegangene Segler auf und bargen die havarierten Boote ab. Mit außerordentlichem Vorsprung waren die griechischen Titelverteidiger als Erste im Ziel. Zweite wurden die Australier Gavin Colby und Billy Leonard vor Bob und Marc Baier. Nur elf Schiffe von 32 kamen ins Ziel.

 

Wettfahrtleiter Paul Bastard gewährte den Seglern in abflauendem Wind eine großzügige Pause, so dass viele Havaristen ihre Schäden zumindest soweit reparieren konnten, dass sie beim zweiten Rennen wieder dabei waren. Bei drei bis vier Beaufort gab es im zweiten Lauf dann keine Probleme mehr. Wieder waren die Griechen Erste, aber diesmal nicht mehr mit dem großen Vorsprung wie im ersten Rennen. Zweite wurden Bob und Marc Baier vor Nikolaos Mavros und Alexandros Tagarapoulos (Griechenland). „Das Training am Gardasee war schon eine gute Vorbereitung für heute“, sagte Bob Baier. „Die sehr unregelmäßige Welle war schon ein großes Problem“, so der Allgäuer.

 

Gar nicht am Start waren die Co-Favoriten und letztjährigen Vizeweltmeister, Roland und Nahid Gäbler aus Bremen. Vorschoterin Nahid Gäbler hatte vor kurzem einen Reitunfall. Daraus resultierende Rückenschmerzen machten sich beim Trainingsrennen am Samstag so stark bemerkbar, dass die Crew umgehend den Heimweg antrat. Auch Lokalmatador Veit Hemmeter vom LSC musste seine Meldung zurückziehen. Hier waren aber berufliche Gründe des jungen Unternehmers ausschlaggebend.

 

Die dritte Wettfahrt soll am Montag um 13 Uhr gestartet werden.

 

++ ende pressetext ++ ca. 3190 zeichen ++

 

 

Tornado-Weltmeisterschaft im Lindauer Segler-Club

Zwischenstand nach zwei von zehn Wettfahrten (32 Mannschaften aus 11 Nationen)

  1. Iordanis Paschalidis/Konstantinos Trigonis, GRE, 2 Punkte
  2. Bob und Marc Baier, GER (Füssen), 5 Punkte
  3. Gavin Colby/Billy Leonard, AUS, 6 Punkte
  4. Brett Burvill/Estela Jentsch, AUS/GER, 12 Punkte
  5. Bill Caunce/Aaron Duncan, NZL, 14 Punkte
  6. Maria Tsaousidou/Michalis Papadopoulos, GRE, 16 Punkte

 

Tough kick-off
The Greeks heading for title defence

The Lake Constance claimed its tribute during the first two races at the world championship of  the Tornado class in Lindau. Numerous capsizes and damages lead to significant numbers of retirements. Eleven competitors only out of 32 could finish the first race. Paul Bastard, the principal race officer, delayed the second race allowing several damaged boats to be repaired in time for the second race of the day, which resulted in 18 boats finishing this time.
Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis of Nautic Club Thessaloniki in Greece won both races and lead the overall standings.
Bob and Marc Baier are placed second with a third and a second. The father and son crew, from the Segelclub Füssen/Forggensee (SCFF), is not particularly experienced in the Tornado for long time, but Bob is a multiple champion in the A-Cat, another multihull class.

The sailors were challenged to the maximum on the Lake of Constance. „The short and steep waves were unfamiliar for many“, said Juergen Jentsch, the Bavarian President of the international Tornado association ITA. He himself had to suffer from a collision with driftwood at the first start, and had to abandon the race after his steering gear was wringed out of one hull. He hopes to have it repaired by tomorrow. Many boats capsized in strong winds of up to 20 knots. A great number of damages happened in the first race. Partly broken rigs, torn sails and even a lacerated face, which had to be stitched by a doctor.
Safety boats from the host club, water police and water rescue were busy rescuing sailors and towing home damaged boats.

Missing from the start were the last years co-favourites and vice world champion Roland and Nahid Gaebler from Bremen. Nahid having suffered from a horse riding accident. The resulting back pain was so severe that after sailing in the practice race they decided to drive home. Another champion, Veit Hemmeter, the local hero from LSC was obliged to withdraw his registration, due to job-related reason.

The next race is scheduled for Monday at 1 pm.

alle Fotos: © Martina Barnetova ITA

Action bei der ersten Wettfahrt bei der Weltmeisterschaft der Tornados in Lindau

Tornado_WM2016_WF1_wave_070_FotoMBarnetova

Tornado_WM2016_WF1_wave_070_FotoMBarnetova.jpg

Die Welle auf dem Bodensee machte den Tornados am ersten Tage bei der Weltmeisterschaft in Lindau zu schaffen.

Tornado_WM2016_WF1_start_217_FotoMBarnetova

Tornado_WM2016_WF1_start_217_FotoMBarnetova.jpg

Tornado_WM2016_WF1_start_212_FotoMBarnetova

Tornado_WM2016_WF1_start_212_FotoMBarnetova.jpg

Am-Wind-Kurs nach dem Start bei der ersten Wettfahrt der Weltmeisterschaft der Tornados in Lindau.

Tornado_WM2016_Paschalidis_WF1_256_FotoMBarnetova

Tornado_WM2016_Paschalidis_WF1_256_FotoMBarnetova.jpg

Die Griechen Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis segeln auf Kurs Titelverteidigung

Tornado_WM2016_Baier_291_FotoMBarnetova

Tornado_WM2016_Baier_291_FotoMBarnetova.jpg

Bob und Marc Baier liegen nach zwei Wettfahrten auf dem zweiten Rang.

 

 

 

Pressekontakt:

Volker Göbner

mobil +49-170-2023319

presse.tornadoworlds@lsc.de

 

 

Leave a Reply